Das war die 29. ONGKG-Konferenz

Unter dem Motto "Mut zur Brücke! Schnittstellen erkennen und gemeinsam gestalten" bot die 29. Österreichische Konferenz gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen am 23. und 24. Oktober 2025 im Stadtsaal Bruck an der Mur rund 140 Teilnehmer:innen ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm sowie Gelegenheit für Austausch und Vernetzung. Gastgeber war die Reha Bruck, die mit großem Engagement und Professionalität eine inspirierende Veranstaltung ermöglichte und ihre Rolle als aktive Partnerin für Gesundheitsförderung eindrucksvoll unterstrich. Die Veranstaltung war Teil des ÖGPH-Jubiläumsjahres und widmete sich der zentralen Frage, wie Schnittstellen im Gesundheitswesen erfolgreich gestaltet werden können, um eine sichere, effiziente und patientenzentrierte Versorgung zu gewährleisten.

Schwerpunktthemen der Konferenz

In den Plenar- und Paralleleinheiten standen folgende Fragen im Vordergrund:

  • Schnittstellen im Gesundheitswesen: Wie können Übergänge und Brüche im Behandlungsverlauf sowie Schnittstellen zwischen Organisationen und Berufsgruppen gestaltet werden?
  • Digitalisierung und Informationsmanagement: Welche Chancen bietet die digitale Transformation für eine nachhaltige Gesundheitsförderung und eine bessere Kommunikation zwischen allen Beteiligten?
  • Gestaltung und Optimierung von Schnittstellen: Wie können Patient:innen und Angehörige gestärkt und Versorgungsstrukturen niederschwellig und flexibel gestaltet werden?

Namhafte Expert:innen beleuchteten diese Themen in den Plenarvorträgen aus verschiedenen Perspektiven und boten inspirierende Einblicke.

Im ersten Plenum sprach Mag. Dr. Robert Griebler (GÖG) über die Herausforderungen der Gesundheitskompetenz an Schnittstellen im Gesundheitssystem. Linda Eberle, BSc MSc (GÖG) und Daniel Gressl (Land Steiermark) stellten das Modell Community Nursing als Bindeglied zwischen Versorgung, Pflege und Vorsorge vor. Eine Podiumsdiskussion mit Expert:innen aus Medizin und Primärversorgung rundete die Einheit ab.
Die zweite Plenareinheit widmete sich der Digitalisierung: DIin Angelika Rzepka (AIT) präsentierte Chancen digitaler Gesundheitsförderung für eine integrierte Versorgung und Mag.a Beate Heiß stellte das Projekt digi.GeKo® der Pensionsversicherung vor.

In der dritten Plenareinheit wurden praxisnahe Ansätze zur Optimierung von Schnittstellen vorgestellt: Monika Seidl (Selbsthilfe Salzburg) zeigte, wie gelebte Kooperation zwischen Kliniken und Selbsthilfegruppen Brücken in den Alltag schlägt. Dr. Andreas Köck, MBA (KAGES) präsentierte das Projekt mobiREM – Mobile geriatrische Remobilisation, und Ian Langner, BSc MBA (GÖG) erläuterte die Etablierung klarer Patientenwege nach dem Prinzip „digital vor ambulant vor stationär“. Auch hier schloss eine Podiumsdiskussion die Einheit ab.

Auch die Paralleleinheiten boten spannende Einblicke – von der wirksamen Gestaltung von Patientenpfaden über gesundheitsfördernde Strukturen und interprofessionelle Kommunikation bis hin zu Empowerment für Mitarbeitende. Beim Poster-Walk wurden innovative Projekte vorgestellt, darunter Beiträge zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, zu Substanzkonsum und Gesundheitsförderung im Spannungsfeld sozialer Einflüsse sowie zu gesundheitsfördernder Führung im Klinikalltag.

Auszeichnungen und Rahmenprogramm

Neben den fachlichen Programmpunkten konnten wieder zahlreiche Urkunden an ONGKG-Mitglieder, Tabakfreie Gesundheitseinrichtungen, Baby-friendly Hospitals und Altersfreundliche Gesundheitseinrichtungen übergeben werden. 

Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des ONGKG-Mitgliederpreises 2025: Den ersten Platz erhielt die Psychologische Beratungsstelle des Wiener Gesundheitsverbunds für die Maßnahme "Psychische Erste Hilfe für Mitarbeiter:innen". Der zweite Platz ging an das Projekt "Von der Idee zur Umsetzung: Mit Mut zur Brücke – BGF gemeinsam denken und leben" des Pensionsversicherungszentrums für ambulante Rehabilitation Graz. Nähere Informationen zu den beiden Gewinnerprojekten sind im Newsletter zu finden.

Ein besonderer Höhepunkt war der Konferenzabend, der den Teilnehmenden Gelegenheit zum Austausch in entspannter Atmosphäre bot. Für den kulturellen Akzent sorgte eine Lesung von Schauspieler Stefano Bernardin.

Eine Nachlese mit den Präsentationen der Plenar- und Paralleleinheiten der 29. ONGKG-Konferenz finden Sie unter: www.ongkg.at/konferenz/2025.



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